Veröffentlicht:
24/7/2026
Zuletzt aktualisier:
4/8/2026

Was ist Formative Assessment?

Formative Assessment bedeutet, das Verständnis zu prüfen, während das Lernen noch läuft, damit Sie nachsteuern können, bevor es zu spät ist. Der Begriff stammt aus der Schulwelt, gehört aber genauso an den Arbeitsplatz: In Onboarding, Compliance Training und Weiterbildung zeigen kurze Wissenschecks unterwegs, ob das Training wirklich ankommt.

So funktioniert Formative Assessment

Formative Assessment ist niedrigschwellig und regelmäßig. Es geht nicht darum, Teilnehmende zu benoten, sondern Lücken früh sichtbar zu machen, für Lernende wie für Trainer. Gängige Formate in der betrieblichen Weiterbildung:

  • Kurze Quizze zwischen Kursmodulen
  • Umfragen und offene Fragen in Live-Sessions
  • Übungsszenarien mit direktem Feedback
  • Selbsteinschätzungen und Reflexionsfragen
  • Check-ins zwischen neuen Mitarbeitenden und Führungskraft während des Onboardings

Formative Assessment am Arbeitsplatz: ein Beispiel

Stellen Sie sich ein sechswöchiges Onboarding-Programm vor. Statt eines großen Tests am Ende ergänzen Sie nach jedem Modul einen kurzen Wissenscheck und einen wöchentlichen Check-in mit der Führungskraft. Schon in Woche zwei sehen Sie, dass die halbe Gruppe einen zentralen Prozess missverstanden hat, also korrigieren Sie das Modul jetzt und nicht erst, nachdem jemand den Fehler beim Kunden gemacht hat.

Formative Assessment in der Praxis für L&D-Teams

Formative Assessment funktioniert am besten im Paar mit Summative Assessment: Die formativen Checks steuern das Lernen unterwegs, während das Summative Assessment das Ergebnis am Ende bestätigt. Eine Lernplattform macht den formativen Teil skalierbar, weil Quizergebnisse und Fortschrittsdaten in Echtzeit zeigen, wo Teilnehmende hängen bleiben. Fangen Sie klein an: Ein Wissenscheck pro Modul liefert mehr Einsicht als die meisten Kursumfragen am Ende.

FAQ: Formative Assessment

Was ist der Unterschied zwischen Formative Assessment und Summative Assessment?

Formative Assessment findet während des Lernens statt und dient der Steuerung: niedrigschwellige Wissenschecks, die Lücken sichtbar machen, solange noch Zeit bleibt, sie zu schließen. Summative Assessment steht am Ende und überprüft das Ergebnis, etwa mit einem Abschlusstest oder einer Zertifizierung. In der betrieblichen Weiterbildung brauchen Sie meist beides: formative Checks, um das Programm unterwegs anzupassen, und ein Summative Assessment, das das Ergebnis bestätigt und dokumentiert.

Wie oft sollten Sie Formative Assessment in der Weiterbildung einsetzen?

Ein praktikabler Rhythmus ist ein kurzer Check pro Modul oder Woche; häufiger fühlt es sich schnell nach Kontrolle statt Unterstützung an. Ziel ist ein stetiger Strom kleiner Signale: ein Quiz mit drei Fragen nach jedem Modul, eine kurze Umfrage in Live-Sessions, ein Check-in mit der Führungskraft an festen Meilensteinen. Wenn ein Check nichts daran ändert, was Sie oder die Lernenden als Nächstes tun, streichen Sie ihn.

Was machen Sie mit dem Ergebnis eines formativen Checks?

Ändern Sie innerhalb weniger Tage etwas, sonst war der Check umsonst. Hat die ganze Gruppe ein Thema verfehlt, überarbeiten Sie das Modul und vermitteln es erneut, bevor es weitergeht. Haben nur einzelne Teilnehmende Schwierigkeiten, geben Sie gezielte Wiederholung und eine zweite Kontrolle eine Woche später, denn Spaced Repetition sorgt dafür, dass Wissen hängen bleibt. Bestehen alle mühelos, erhöhen Sie das Niveau.

In this post

Other glossary terms

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.

Filter

Reset
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.